Nach zehn Jahren Bandgeschichte sollte auch Nicht-Metal-Fans klar sein, dass es sich bei dem spanischen Wort Callejon nicht um irgendein südliches Kaltgetränk handelt, sondern um eine handfeste Metalcore-Gruppe aus dem Rheinland. Am 11. Januar erscheint ihr neues Album.
Mit „Man spricht Deutsch“, ihrem mittlerweile fünften Studioalbum, betreten Callejon gewagtes Neuland. Denn statt ihrer eigenen Songs interpretiert das Quintett aus Köln und Düsseldorf auf der neuen LP knapp ein Dutzend Songs anderer Interpreten. Sich die Tracks von Kollegen aus der Metal-Szene vorzuknöpfen war ihnen jedoch zu öde. Viel interessanter erschien ihnen ein Crossover zu anderen Genres und so hört man auf „Man spricht Deutsch“ wahnwitzige Coverversionen von Bands wie Fettes Brot, Peter Schilling, den Prinzen und den Fantastischen Vier. Für ihre Version von „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten konnten Callejon sogar Bela B. verpflichten und die Berliner Rap-Kombo K.I.Z. gibt „Ich find dich scheiße“, im Original von Tic Tac Toe, die richtige Portion Witz und Ironie. Doch Spaß und Coverversionen hin oder her – Callejon bleiben eine Metal-Band. Deshalb sind einige der elf Songs unter den tobenden und schrammenden Gitarren nur fragmentarisch überhaupt als Cover zu erkennen.