Es scheint, als ob ohne ein vorher festgeschriebenes Konzept bei Coheed & Cambria gar nichts geht. Die Band, die sich selbst als Konzeptband bezeichnet, ist seit 2002 dafür bekannt, dass sich ihre Alben immer wieder an den selbst erdachten Geschichten des Sängers, Gitarristen und Lockenkopfs Claudio Sanchez entlang hangeln. Nach dem ersten Epos um das Ehepaar Coheed und Cambria Kilgannon dreht es sich in der »The Afterman«-Reihe um Sirius. Der ist Astronom und macht eine atemberaubende Entdeckung, die mit dem Leben nach dem Tod zusammenhängt. Neugierige werden sich „The Afterman: Descension“ und den Vorgänger „The Afterman: Ascension“ anhören müssen, um die Geschichte vollständig zu durchsteigen.
Die Saga wurde schon im Oktober mit dem Album „The Afterman: Ascension“ begonnen und findet am Freitag ihre Fortführung mit „The Afterman: Descension“. Claudio Sanchez' Geschichten sind qualitativ so hochwertig, dass nach ihrem Vorbild schon Comics geformt wurden. Die wurden von Produzent und Schauspieler Mark Wahlberg für so gut befunden, dass auf der Basis der Comics jetzt sogar ein Actionfilm gedreht wird.
Musikalisch gibt es wie gewohnt qualitativ hochwertigen Progressive/Alternative Rock zu hören, der mit zahlreichen Elementen aus diversen Genres angereichert ist. Dazu gehören u.a. Metal, Hardcore, Punk und Indie Rock. Dieser für die heutige Zeit etwas untypische Sound hat seinen Ursprung in den Hörgewohnheiten von Sanchez' Vater, der vor allem Led Zeppelin, Pink Floyd und Konsorten hörte. Neben den Geschichten zieht sich vor allem Sanchez' Stimme wie ein roter Faden durch die bisherige Diskographie Coheed & Cambrias. Schließlich schwebt sie mit ihrem hellen Timbre und der hohen Tonlage immer ein wenig über der Musik.