Für Überraschungen ist die britische Indieband Foals schon immer gut gewesen. Schon ihr zweites Album „Total Life Forever“ war im Vergleich zu dem Debüt „Antidotes“ ein echter Quantensprung, auch wenn beide Platten von der Kritik und einer immer größer werdenden Fanschar gefeiert wurden.
Nachdem Foals 2008 mit dem hektischen, tanzbaren und ungestümen „Antidotes“ sowohl die Herzen der Kritiker als auch die der Fans erobern konnten, änderten sie für „Total Life Forever“ ihre Strategie komplett: Weg von jugendlicher Unbekümmertheit, hin zu einem neuen ruhigen und verträumten Sound. Dabei ist Foals das Kunststück gelungen, immer noch ihren eigenen, unverwechselbaren Sound zu transportieren.
Es scheint, als hätte die Band aus Oxford um Sänger und Frontmann Yannis Philippakis dies zu einer Tradition erkoren. Auch auf dem am Freitag erscheinenden Album „Holy Fire“ geht es mal wieder ganz anders zu als auf dem Vorgänger, was schon die beiden ersten vorab veröffentlichten Singles bewiesen. „Inhaler“ kommt mit seinem ekstatischen Gitarrenriff fast Stoner Rock-artig daher. So rockig waren die Foals noch nie. „My Number“ dagegen überzeugt vor allem mit einem funkigen Vibe.
Der fettere Sound des Quintetts ist keineswegs zufällig entstanden. In London arbeiteten die Foals mit den Produzenten Flood & Moulder zusammen, die schon mit PJ Harvey, den Killers und Nine Inch Nails produziert haben. Ab Freitag ist „Holy Fire“ erhältlich. Bei uns gibt es die Möglichkeit, eines von drei Exemplaren von „Holy Fire“ zu gewinnen.