Einen kleinen Knall hat Ke$ha ja schon. Und ob sie nun wirklich Sex mit einem Geist hatte oder sich einen BH aus Zähnen ihrer Fans bastelte – es passt zu ihrem selbst auferlegten Image. Am Freitag erscheint ihr zweites Album „Warrior“.
Die meisten werden sich daran erinnern, wie Ke$ha im Video zu ihrem ersten Mega-Hit „Tik Tok“ aussah: verkatert und zu sehr geschminkt. Das neue Cover steht dem vor Make-Up strotzenden Vorgänger in nichts nach. Lila-grün bepinselt posiert die 25-jährige in einem knappen, an eine Rüstung erinnernden Outfit inmitten einer außerirdischen Steppenlandschaft. Von den rund 50 geschriebenen Songs haben es zwölf aufs Album geschafft. In erster Linie handelt es sich wie bei „Animal“ um Songs, die den perfekten Soundtrack zum Feiern und Durchdrehen bieten. Eine Ausnahme ist die Ballade „Wonderland“, wo ihr Gesangstalent mal nicht von bebenden Beats überdeckt wird. Als einzigen Feature-Gast holte sich Ke$ha für den Song „Dirty Love“ die Punkrock-Ikone Iggy Pop ins Studio.
„Warrior“ ist eine Platte zum Abfeiern. Das Talent, auch Musik abseits von banalen Elektro-Pop und den derzeit omnipräsenten Dubstep-Beats zu machen, hätte Ke$ha allemal. Schon ihre Mutter arbeitete passioniert als Songschreiberin, so dass die heute 25-jährige bereits als Kind mehr Zeit ins Tonstudios als auf dem Spielplatz verbrachte. Zu ihren Einflüssen zählt sie Bob Dylan, die Rolling Stones und Country-Musiker wie Dolly Parton. Vielleicht gibt es auf Album Nummer drei mehr davon und weniger Autotune zu hören.