09. November 2012 – News

Kendrick Lamar Die neue Hoffnung eines Genres

Kein HipHop-Album wurde 2012 mit solcher Aufregung erwartet wie das von Kendrick Lamar. Selbst Ikone Dr.Dre hält große Stücke auf den jungen MC, weshalb er zu Recht als neue Hoffnung des Genres gilt.

Schon sein Album „Section 80“, das nur digital erschien, verbreitete sich von der West- bis zur Ostküste wie ein Lauffeuer. Mit einem Talent ausgestattet, das Vergleichen zu Größen wie Notorious B.I.G., 2Pac oder N.W.A. locker standhalten kann, erobert der 25-jährige mit seinem Ende Oktober erschienen Major Label-Debüt „Good Kid, M.A.A.D. City“ die HipHop-Welt im Sturm. Er kommt aus Compton, einem Vorort der Millionen-Metropole Los Angeles. Compton, das ist die Heimat von Dr.Dre, Snoop Dogg und DJ Quik und die Geburtsstätte des Westküsten-Gangsta-Raps. Nicht ohne Grund, denn Compton kam vor allem während dem Kokain-Boom in den Achtzigern zu zwielichtigem Ruhm. So erzählt sich auch die Geschichte von Kendricks Jugend, die er auf „Good Kid, M.A.A.D. City“ Revue passieren lässt, quasi von selbst.

Es geht um Frauen, das Cruisen mit den Homies, den Kontakt mit Drogen und Gewalt. Es geht aber auch um den Wendepunkt in Kendricks Leben, an dem er steht, als ein Überfall gewaltig schief läuft und er kurz der Verhaftung steht. Seine Entscheidung fiel auf die Musik und die Resonanz auf das aktuelle Album gibt ihm Recht. Darauf bedient er sich an Elementen des G-Funk wie Dirty South, Soul und Underground und liefert damit HipHop am Nerv der Zeit. „Good Kid, M.A.A.D. City“- bereits jetzt ein Rap-Klassiker.

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