Das langerwartete Debüt-Album der Blog-Sensation Lana Del Rey ist am Freitag endlich erschienen. Bereits im Vorfeld war klar, dass dieses Album auch jenseits der üblichen Pop-Postillen verhandelt wird. Die Fragen waren aber auch zu spannend: Wer ist Lana Del Rey aka Lizzy Grant? Ist sie ein Retorten-Popstar? Nostalgie und Retro oder große Kunst? Klar ist, dass sie polarisiert. Deshalb haben wir uns durch die Reviewflut gegraben und ein paar besondere Perlen für euch ausgegraben. Eine Reise durchs Feuilleton und wieder zurück:
„Wir hören: die Banalität des Dösens.“ schreibt Jens-Christian Rabe in seiner Rezension des Albums in der Süddeutschen Zeitung. Unter der Überschrift „Femme fatale auf Valium“ seziert er das Album auf seine Retro-Komponenten hin und schließt seinen Text wunderbar mit: „Was, wenn Lana Del Rey so etwas wie die Pop-Weltformel entdeckt hat? Wenn der Pop also endlich verstanden hat, wie er die allgemeine Nostalgiesucht restlos befriedigen kann? Dann werden wir feststellen, dass man Geigen nicht essen kann.“ Auch in der FAZ ist vom „Heute ohne Gegenwart“ zu lesen und es wird darüber lamentiert, dass Lana Del Rey einfach nur zu Retro ist und es schade sei, dass sich nicht endlich mal jemand was Neues traut. Die Stimme hätte sie ja dafür.