Wie klassische Violine, Dubstep und moderner Tanz zusammen passen? Eigentlich gar nicht. Und trotzdem stürmt Lindsey Stirling mit genau dieser Mischung derzeit die internationalen Charts. Ihr Debütalbum "Lindsey Stirling" ist nun auch in Deutschland erhältlich.
Schon im zarten Alter von fünf Jahren bestand Lindsey darauf, das Violinespielen zu erlernen. Zunächst aufgrund fehlender finanzieller Mittel verwehrt, erkennen die Eltern jedoch den Willen und das Talent ihres Kindes und unterstützen sie fortan. Im Teenager-Alter folgen erste Erfahrungen in verschiedenen Bands, bevor sich Lindseys eigener Stil immer ausgeprägter entwickelt. Ihre Kompositionen, die schon damals in einer gewagten Mischung aus Club-Sound und ihrem Violinenspiel entstehen, präsentiert sie seit 2007 mit selbst choreographierten Videoclips auf ihrem Youtube-Channel „Lindseystomp“. Mittlerweile folgen ihr auf diesem Kanal rund eine Millionen Menschen, Videos wie "Spontaneous Me" oder "Shadows" wurden über 200 Millionen Mal geklickt.
Lindsey Stirling als bloßes Youtube-Phänomen zu bezeichnen, wird ihr jedoch nicht gerecht. Schließlich gelang ihr tatsächlich der Sprung ins reale Musikbusiness. Das selbstbetitelte Debütalbum kletterte in ihrer Heimat USA auf Platz 1 der Dance- und Platz 2 der Klassik-Charts – das hat vor Lindsey Stirling noch kein anderer Künstler geschafft. Nachdem die handvoll Deutschland-Konzerte im Januar bereits im Vorfeld restlos ausverkauft waren, plant die 26-jährige Musikerin für Mai weitere Konzerte bei uns. Zunächst erscheint aber erst einmal die LP „Lindsey Stirling“ – damit beim nächsten Mal auch alle mitsingen können.