Rapper T.I. aus Atlanta ist der selbst ernannte „King of the South“. Doch so eine Krone wiegt schwer – Medien begleiten nicht nur die Höhenflüge des Künstlers, sondern auch die tiefen Abstürze. Genau das thematisiert T.I. auf seinem neuen Album „Trouble Man: Heavy Is The Head“.
Die letzten beiden Jahre machte der 1980 geborene T.I., bürgerlich Clifford Harris, in erster Linie zweifelhafte Schlagzeilen. 2010 verstößt er während seiner Bewährung wegen illegalem Waffenbesitz gegen die Auflagen und landet daraufhin für elf Monate in Haft. Nun veröffentlicht der Rapper das erste Album nach seiner Haft. Für „Trouble Man: Heavy Is The Head“ ließ er sich vor allem von der Motown-Legende Marvin Gaye beeinflussen: „Ich merkte, wie sehr Marvin Gayes Soundtrack zu »Trouble Man« auf mein Leben zutrifft“, verrät er in einem Interview. „Trouble Man“ ist ein Film aus dem Gangster-Milieu der Siebziger Jahre, zu dem die frühere R&B-Ikone den Soundtrack beisteuerte. Auch das Cover-Artwork der LP ist an das Filmplakat von „Trouble Man“ angelehnt. Sein Abbild mit einer Waffe in der Hand löste in den USA scharfe Kritik aus – vor allem nach dem Amoklauf an einer Schule im Bundesstaat Connecticut in der letzten Woche.
Das Aufgebot an Feature-Gästen hingegen ist weniger kontrovers: Neben Newcomern wie A$AP Rocky und Meek Mill hat sich der Rapper mit Lil Wayne, R.Kelly, Cee Lo Green und sogar Pop-Röhre P!nk einige hochkarätige Künstler mit ins Boot geholt.