Cascada konnte sich beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest gegen die elf Konkurrenten durchsetzen und wird nun Deutschland im Mai in Schweden repräsentieren. Uneingeschränkte Freude herrscht über das Ergebnis jedoch nicht.
„Die Schweden lachen schon“ witzelten gleich mehrere Tageszeitungen und Online-Portale. Ein Seitenhieb auf die musikalische Botschafterin Deutschlands für den diesjährigen ESC im schwedischen Malmö. Cascada gehört zwar mit rund 30 Millionen verkauften Platten weltweit zu den erfolgreichsten Dance-Pop-Acts – die uneingeschränkte Zustimmung hatte ihr Beitrag „Glorious“ jedoch nicht. Zu flach, zu Mainstream. LaBrassBanda hingegen spielten sich mit ihrer von Ska, Reggae und Funk infizierten Blasmusik in die Herzen der Zuschauer und deutschlandweiten Radiostation, die zusammen 2/3 der Stimmen stellten. Für Verwirrung sorgte vor allem das Voting der Jury, bestehend unter anderem aus Tim Bendzko und Roman Lob: Sie vergaben magere zwei Punkte an, die höchste Punktzahl schenkten sie Blitzkids mvt.. So ist der kleinste gemeinsame Nenner wohl doch der wichtigste Grund dafür, warum das Bonner Dance-Trio Cascada das deutsche ESC-Mandat für das Finale in Malmö davon trug.
Die Beiträge aller zwölf Kandidaten des ESC-Vorentscheids findet ihr bei musicload in einem Eurovision Song Contest Spezial.