Nach den Newcomern The Weeknd und Kendrick Lamar kommt gegen Ende des Jahres noch ein HipHop-Album von einem, der im Geschäft schon einen Schritt weiter ist. Wiz Khalifa veröffentlicht am 7. Dezember „O.N.I.F.C.“, den Nachfolger seiner Erfolgs-LP „Rolling Papers“.
Der eigentliche Titel des neuen Wiz Khalifa-Albums lautet eigentlich „Only Nigga In First Class“. Dieser schaffte es aber nicht durch die US-amerikanische Zensur und wurde deshalb kurzerhand abgekürzt. Es ist das insgesamt vierte Album des Rappers aus Pittsburgh, wobei er erst 2010 mit seinem Hit „Black And Yellow“ den ersten kommerziellen Erfolg verzeichnen konnte.
Mit den 17 Tracks auf „O.N.I.F.C.“ bleibt er gewissermaßen bei dem, was er kann: seine Musik ist auf Spaß und Entertainment gemünzt, er rappt übers Kiffen und Geld, prahlt mit Statussymbolen. Nur hat sich seit dem Erfolg des letzten Albums der Blickwinkel deutlich geändert. Genau das thematisiert er im Song „No Limit“: Er rappt davon, noch nie Champagner in Italien getrunken oder eine Nacht in Rom verbracht zu haben, und dass das witzig sei, denn genau das habe ihn dazu bewegt, Songs darüber zu schreiben.
Während die erste Singleauskopplung „Work Hard, Play Hard“ seinem bisher größten Hit deutlich ähnelt, sind es vor allem die Kollabo-Songs, die das Album interessant machen: Mit Akon (in der letzten Dekade für gefühlt jede zweite HipHop-Hook verantwortlich), Two Chainz, The Diplomats-Mitglied Cam’Ron, Newcomer The Weeknd, Pharrell Williams und Model und Khalifa-Freundin Amber Rose. Letztere erwartet schon bald ein Baby vom 25-jährigen Rapper, der die 29-jährige Gerüchten zufolge noch vor der Geburt ehelichen möchte.