Du bist in diesen ganzen organisatorischen Dingen im Musikbereich anscheinend sehr bewandert.
Ja, dadurch, dass ich vieles auf meinem Label selbst gemacht habe, konnte ich einiges lernen. Zumindest bin ich damit sehr bewusst umgegangen, seitdem ich das erste Mal meine Musik an ein Label lizensiert habe, und eine sehr schlechte Erfahrung damit gemacht habe, mich auf die Leute zu verlassen, die mir eigentlich helfen sollten. Also habe ich mir angewöhnt immer auf dem Laufenden zu sein, was die Organisation und die Deals angeht. Das war sogar mal die Sorge von einem meiner Manager, dass ich zu viel Politik an mich reiße. Aber ich glaube, ich mische mich da nicht so sehr ein. Es gibt nur ein paar grundlegende Sachen, denen ich mich widmen kann und möchte - wie das Artwork und das Layout zu machen. Dafür brauche ich keinen Designer. Wenn ich eine konkrete Vorstellung habe, dann setze ich das einfach in die Realität um. Aber das hat dann immer noch nichts mit der Politik oder Organisation zu tun, das gehört ja schließlich zum Kreativprodukt dazu. Und ich arbeite einfach gerne mit Photoshop. (lacht)
Gibt es eine Geschichte zu deinem Photoshop-Cover? Ich habe da etwas gehört, dass es mit deinem Vater zu tun hat.
Ja, genau. Drei der Vierecke sind von dem Originalbild, das mein Vater vor vielen Jahren gemalt hat. Eines der Vierecke habe ich ein wenig verändert. Das Original habe ich unter einem Stapel Zeitungen gefunden, es hat mir sofort gefallen und ich war froh es aus dem Müll bergen zu können. Aber mir war nicht wirklich wohl damit, es als Albumcover zu verwenden, also habe ich es genommen und genau wie in meiner Musik, in der ich viel mit Samples und Effekten arbeite, habe ich auch dieses Bild hier und da ein wenig verändert. Eines der Vierecke habe ich verdreht und grau eingefärbt und auch die Größe und das Format des gesamten Bildes verändert.
Deine Deutschlandtour ist schon fast beendet. Hast du schon Pläne bald wieder zurückzukommen?
Wenn das Album veröffentlicht wird, komme auch ich wieder, um noch weitere Shows zu spielen, dann mit einer fünfköpfigen Band. Und danach möchte ich mich wieder der kreativen Arbeit widmen; mir würde es sehr gefallen einen theatralischen Rahmen für meine Musik zu entwickeln, so dass es tatsächlich mehr wie ein Theaterstück dargestellt wird, aber über die Musik erzählt wird.