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12. Oktober 2011

Rihanna

Als „Pon De Replay" 2005 zum Überraschungshit des Jahre wurde, war die 17-jährige Rihanna so etwas wie die exotische Frau aus der Bacardi-Werbung, die mit einem locker-flockigen Sommerhit auf sich aufmerksam macht. Aber dass diese junge Dame aus Barbados zu einem veritablen Superstar wird, daran glaubte damals niemand.


(Zu) reif für die Insel

1988 als Robyn Rihanna Fenty auf Barbados geboren, singt sie während ihrer Schulzeit in St. Michael zunächst nur zu Hause, zum Ärger der Nachbarn. Als der New Yorker Produzent Evan Rogers (u.a. verantwortlich für Hits von Christina Aguilera und Kelly Clarkson) auf der Insel Urlaub macht, wird er auf die junge Dame mit der großen Stimme aufmerksam. Rogers ist sich schnell sicher, Rihanna hat Talent. Und so nimmt er die damals gerade 16jährige mit nach New York, um mit ihr ein paar Songs aufzunehmen.


Jay-Z kümmert sich

Auf der Suche nach einer passenden Plattenfirma wird das Karibik-Mädchen in der großen Stadt schnell fündig. Der frischgebackene Chef von Def Jam Records, Shawn Carter, besser bekannt als Hip Hop-Superstar Jay-Z, verpflichtet Rihanna auf der Stelle.

Im Sommer 2005 wird „Pon De Replay“ bei Def Jam veröffentlicht und ein paar geschickt platzierte Gerüchte über eine angebliche Affäre mit Beyoncés Mann später wird der Song zum weltweiten Sommerhit.


S.O.S., schon wieder ein Hit

Und Rihanna legte nach: Zunächst mit zwei weiteren Songs ihres Debut-Albums „Music Of The Sun“ und dann – nur gut ein halbes Jahr später – mit ihrem zweiten Album „A Girl Like Me“. Gleich zwei Songs des Albums („S.O.S.“ und die Ballade „Unfaithful“) landen auf Platz Eins der Charts, der gesamte Longplayer wird unter anderem in Deutschland mit Gold ausgezeichnet. Der endgültige Durchbruch ist geschafft und Rihanna beginnt ganz langsam und sehr geschickt das Image des niedlichen Karibik-Girlies abzulegen.

Rihanna fand aber auch immer wieder die Zeit sich für Schwächere einzusetzen. Sie gründete 2006 die Charity-Organisation BELIEVE um Kinder in Not zu unterstützen, setzt sich seither ebenfalls für den DKMS ein und wurde zur offiziellen Botschafterin ihrer Heimat ernannt.


Good Girl Going Bad

Thematisch passend betitelt, erscheint schließlich 2007 das dritte Album von Rihanna. „Good Girl Gone Bad“ ist der endgültige Schlussstrich unter die Barbados-Zeiten. Das Album ist perfekter Pop, ohne die Balladen und Karibik-Ausrutscher der Vorgänger. Schon die erste Single „Umbrella“ wird ein Megahit (2010 wird er bei den Barbados Music Awards zum den Song des Jahrzehnts gewählt). Viele andere folgen („Shut Up And Drive“, Don’t Stop The Music“, „Rehab“, „Hate That I Love You“). So viel Treffsicherheit beim Pop-Massengeschmack kann zur selben Zeit kein anderer Popstar vorweisen.

Kein Wunder also, dass „Good Girl Gone Bad“ Mitte 2008 nochmals auf den Markt geworfen wurde, dieses Mal mit ein paar neuen Songs (u.a. „Take A Bow“, „Disturbia“). Und natürlich wurden auch die alle zu riesigen Hits. Das Album verkauft sich mehr als 10 Millionen mal und wer heute an Barbados denkt, der denkt nicht mehr nur an Traumstrände, sondern auch an Rihanna.

Ihre Beziehung zu Kollege Chris Brown gilt als leidenschaftlich und stürmisch – leider ist die Passion der beiden so groß, dass im Februar 2009 ein Streit in einer handgreiflichen Auseinandersetzung und Rihanna in der Notaufnahme endet – in der Nacht vor einem gelanten Auftritt bei den Grammy Awards. Der Auftritt wird abgesagt, Bilder der verletzten Rihanna tauchen im Internet auf und Chris Brown wird von der Polizei festgenommen. Im März 2009 wird er der Anklage auf Körperverletzung für schuldig befunden und darf sich Rihanna nicht mehr als 15, später 3 Meter nähern.


Loud, Lauter, Rihanna

Am 20. November 2009 erschien ihr Album "Rated R", das nicht ganz an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen konnte, sich aber immerhin noch mehr als 4,5 Millionen mal verkaufte. Bevor sie genau ein Jahr später ihr nächstes Album „Loud“ veröffentlichte, findet ihre selbstbetiteltes Autobiografie im Oktober 2010 den Weg in die Läden. Rihanna macht den Mund auf, trennt sich von ihrem Manager und gründet eine eigene Produktionsfirma, Rihanna Entertainment. Gleichzeitig tauchen im Internet Gerüchte über schauspielerische Ambitionen von RiRi auf: 2012 soll sie in der Film-Adaption des Computerspiels „Battleship“ zu den scharfen Waffen greifen.


Lass sie doch reden!

Nur eineinhalb Monate vor der Veröffentlichung des gefragten Albums meldet sich Rihanna am 04.10.2011 über Facebook zurück – ihr sechstes Album stehe in den Startlöchern und einen Namen habe das Baby ebenfalls schon: „Talk That Talk“. Der Eintritt ihrer Single „We Fond Love“, einer Kollaboration mit dem britischen Dance-Produzenten Calvin Harris, in die Top 10 der amerikanischen Billboard Charts markiert einen weiteren Höhepunkt ihrer steilen Karriere. Sie wird zum meistverkauften Solo-Künstler aller Zeiten und bricht mit 20 Hot 100 Top Ten Singles sogar Madonnas Rekord.

Noch vor der Veröffentlichung ihres neuen Albums „Talk That Talk“ am 18.11.2011 ist Rihanna eine der erfolgreichsten Pop-Stars der Geschichte:
Rihanna verkaufte mittlerweile mehr als 20 Millionen Alben und 60 Millionen Singles. Und auch ihre Vitrinen dürften ziemlich gefüllt sein, dank vier Grammy Awards, vier American Music Awards, sechs Barbados Music Awards, zwei BET Awards, einem BRIT Award und sage und schreibe 18 Billboard Music Awards.

„Talk That Talk“ erscheint am 18.11.2011 (Universal Music)

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Te Amo - Rated R
Rihanna Te Amo - Rated R

Rihanna

Loud - Explicit Version

Genre: Pop
Erschienen: 19.08.2011
Label: Universal Music International Div. (Universal)
Länge: 46:53
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