Pünktlich zum Gorillaz Release „The Singles Collection 2001-2011“ sehen wir uns Damon Albarns Affenbande noch einmal genauer an und durchleuchten ein wenig ihre Geschichte und schürfen tiefenphilosophisch im Plastic Beach.
Doch begeben wir uns erstmal weg von den futuristischen Plastic Beach Gestaden und durchmessen die Vergangenheit: Die erste virtuelle Band waren Alvin und Die Chipmunks, kreiert 1958 von Ross Bagdasarian. Die, für damalige Verhältnisse, revolutionäre Idee, einfach die eigene Stimme hochzupitchen, verhalf den kleinen Nagern zu spitzen Chartplatzierungen und Dauerrotation in den Kinderzimmern dieser Welt. Genervte Eltern waren an der Tagsordnung denn die Quietsch-Stimmen lösen bei erwachsenen Menschen binnen 2 Sekunden stechende Kopfschmerzen aus. Das war noch weit entfernt vom Musikbusiness wie wir es heute kennen, einige Trittbrettfahrer folgten, z.B. Die Archies, die Nutty Squirrels und so weiter.
Spannend wurde es dann in den Achtzigern mit Jem and The Holograms, diese in Deutschland weitgehend unbekannte virtuelle Truppe, die sich zum ersten Mal selbstreflexiv gegenüber der Industrie gab, schlittern durch eine grelle Neon-Welt voller übersteigerter Label-Intrigen und megalomanischen Platten-Charts. Und somit die Geburtsstunde der virtuellen Band, wie wir sie heute kennen. Der Cartoon ist nach wie vor sehenswert.