Auf ihrem ersten Album „Columbine“ präsentierte sie sich noch mit bunten Luftballons und mit – wenn auch ultrakurzem - Röckchen am Cover. Das war vor zwei Jahren. Jetzt zeigt sich Aura Dione auf der Hülle ihrer neuen Platte "Before The Dinosaurs“ tatsächlich hüllenlos. Geschmückt einzig mit eine Halskette sowie einem Armband, verdecken ihre langen Haare ihre Brüste, während sie vor ihrer - man kanns nur erahnen - unverhüllten Körpermitte einen Apfel schält. Doch was will uns das Cover sagen? Dass wir von der verbotenen Frucht, dem Album, kosten sollen? Dass man uns quasi verführen muss? Oder ist gar ein Nackt-Cover nötig, um vom Inhalt, sprich den Songs, abzulenken? Wir haben den Versuch gewagt und in den sauren Apfel gebissen ... ähm ... in die Platte reingehört.
Gleich vorab: Es war nicht nötig, auf "Sex sells" zu machen. Uns hätte die Platte der Dänin auch so gut gefallen, daher sehen wir das Cover doch einfach als Bonusmaterial auf "Before The Dinosaurs“. Zwölf neue Songs hat Aura Dione draufgepackt, einer unterschiedlicher als der andere. Wer jetzt meint, "hast du 'Geronimo' gehört, hast du alles gehört", der irrt gewaltig. Die Sängerin und Songwriterin jongliert auf dem Album mit Folk, Elektro, progressiven Drums, Strings und Pop und hat sich dazu auch gleich ein paar Produzenten-Hochkaräter mit in ihre Manege geholt. Zusammen mit David Jost (Lady Gaga, Limp Bizkit, Keri Hilson, Tokio Hotel) und Rick Nowels (Madonna, Nelly Furtado, Dido, Colbie Caillat) hat sie ihr zweites Album in Los Angeles co-produziert.
Als “Progressive Pop Poetry" beschreibt Aura ihren Sound - ein Sound, der den Hörer charmant dazu zwingt, Ohren und Geist zu öffnen. Dem müssen wir beipflichten. Es gibt keine Chance, Aura Diones Musik zu entkommen.
Anspieltipps: "Reconnect", "Recipe", "In Love With The World"