Culcha Candela
Culcha Candelas neues Album in der Kritik
09. November 2011 – Review

Culcha Candela Flätrate

Pünktlich zum Winterbeginn sind die sechs Berliner Jungs von Culcha Candela zurück am Markt und legen ihr fünftes Album vor. Das sich dieses Album in den steten Reigen ihrer Pop-Auszeichnungen der letzten Jahre einreihen wird, daran kann es keinen Zweifel geben. Culcha Candela, dieses bunt zusammengewürfelte Sextett, hat sich seit ihrer Erfolgssingle „Hamma" ein Dauerabo in den Hitparaden sichern können. Und eben genau dort wird die Reise mit dem neuen Album wieder hinführen. Es dauert nicht mehr lange bis zum 25. November, dem Tag an dem das Album veröffentlicht wird. In der Woche drauf wird das Album in den Top 10 sein. Sicher. Genauso sicher vorhersagbar übrigens, wie die Charterfolge von Sammy Deluxe oder Rosenstolz. Es gibt natürlich Marken im deutschen Pop. Und Culcha Candela ist dank „Hamma" und einer hammerharten Verwertungskette ihres Label Universals eine der prominentesten Unterhaltungsmarken, die der deutsche Pop zu bieten hat. Womit noch nichts über die Musik auf dem neuen Album gesagt worden wäre.

Culcha Candela
Culcha Candela

„Flätrate“, so der Name des neuen Albums klingt beim ersten Hören sehr kommerziell und vorhersehbar - hier wird nicht viel riskiert, eher eine Marke brav beschützt und achtsam weiterentwickelt. Es ist aber nicht alles Pop. Doch der Soul, der Spirit, der Culcha Candela vor ein paar Jahren von den viel zu kleinen Straßenfest-Bühnen am Berliner Oranienplatz in den zumindest deutschen Pop-Olymp bugsierte, ist durchaus noch da und schimmert hier und da immer wieder durch („Rise And Shine"). Doch er hat es schwer sich gegen die monströs produzierten Pop-Bombast-Flächen durchzusetzen, die das Album durchziehen („Wildes Ding, „Nichts zu verlieren").
Hier geht die Post ab, Culcha Candela - das ist und soll Entertainment sein. Und so steht uns wohl ein Hitalbum par excellence ins Haus, denn die bestehende Erfolgsformel wurde musikalisch auch noch um neue Facetten erweitert (z.B. „Mami"). So bieten „Johnny Strange",„Itchyban", „Larsito", „Mr. Reedoo" und „Don Cali" ihren im deutschen Pop-Universum bewährten Mix aus Party und engagierter Texten. Und der Autopilot führt geradewegs in die Charts. Einen ersten Eindruck vermag das erste Musikvideo aus dem neuen Album zu vermitteln:



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