„When We Stand Together“ heißt die erste Singleauskopplung aus dem neuen Nickelback-Album „Here And Now“, die sich auch sogleich in den Charts-Rängen breitgemacht hat. Ziemlich mainstreamig der Track und dennoch nicht schlecht. Man hört Nickelback raus und hat eine eingängige Melodie im Ohr. Chartstauglich halt. Jedenfalls dachte ich, die ganze Platte wär' so einfach gestrickt. Weit gefehlt!
Schon der erste Track „This Means War“ ist Programm und hat mich sprichwörtlich aus den Socken meiner anfänglichen Review-Lethargie gehauen. Diese Nummer bedeutet wortwörtlich Krieg - Krieg mit meinem Mainstream-Album-Vorurteil. Und hätte ich mir gleich ihre zweite Auskopplung „Bottom Up“ angehört, hätte ich es schon vorher gewusst. Selber schuld! Hab ich doch glatt vergessen, dass es sich bei Nickelback um eine waschechte Rockband handelt.
Ich schwenke hiermit des Friedens willen mit der weißen Fahne: Nickelback haben nichts von ihren Ecken und Kanten eingebüßt und geben sich nur bedingt streichelweich. Die 11 Songs auf „Here And Now“, ihrem siebten Studioalbum, wechseln sich gut ab. Mal softer, mal härter. Da wird teilweise fest auf die Instrumente eingeprügelt, ins Mikro gebrüllt, um dann wiederum die harte Schale aufzubrechen und den weichen Kern zum Vorschein zu bringen. Rockband eben. 2012 gehen Nickelback übrigens wieder auf große Welttournee.
Softe Anspieltipps: „Trying Not To Love You“, „Holding On To Heaven“, "Lullaby"
Rock-Anspieltipps: „This Means War“, „Everything I Wanna Do“ , „Gotta Get Me Some“