Patrick Wolf - Brumalia EP
Patrick Wolf - Brumalia EP
06. Januar 2012 – Review

Patrick Wolf Brumalia EP

Patrick Wolfs Winter EP „Brumalia“ will experimentell sein und so was wie die überlegte B-Seite zu „Lupercalia“, seiner doof strahlenden Sommerplatte. Die Luperkalien waren ein Fest der Reinigung und Fruchtbarkeit und wurden im alten Rom zu Beginn des Frühlings gefeiert, so war auch Patrick Wolfs Album ein einziger Aufbruch gen Sonne und blühte brutal aus den Boxen - der Clip zu „The City“ eine einzige neon strahlende Neunziger Jahre Referenz.
Jetzt also Brumalien, die Wintersonnwende, und dunklere Töne. Die Tage werden kürzer, die Nächte gewichtiger und alles liegt unter einem dunklen sanften Schleier? Weit gefehlt. „Brumalia“ klingt eher wie zu viel Weihnachtsdeko, ein Übermaß an Besinnlichem. Wolf ist ja bekannt fürs dick auftragen, doch diese EP hätte man sich ein wenig zurückhaltender gewünscht, leichter vielleicht auch. Der englische Multiinstrumentalist bezeichnet die EP als kleinen Bruder zum Album „Lupercalia“, was ja irgendwie Progress bedeuten sollte, doch leider werden wir auch hier enttäuscht, Wolf spielt einfach nur Patrick Wolf runter. Für Fans sicher nicht verkehrt, für den durchschnittlichen Musikhörer schlicht unnötig.

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